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14.08.2019

Patchday Microsoft: Windows für wurmartige Attacken anfällig


Wichtige Sicherheitsupdates schließen Lücken in Office, Windows & Co. Besonders gefährlich sind kritische Lücken in Remote Desktop Services von Windows.

Am Patchday im August verteilt Microsoft über Windows Update Sicherheitspatches unter anderem für Azure, Edge, Internet Explorer, Visual Studio und verschiedene Windows-Versionen. Die Updates schließen insgesamt über 90 Sicherheitslücken – ein Drittel davon ist mit dem Bedrohungsgrad "kritisch" eingestuft. Als besonders gefährlich gelten vier Schwachstellen in Remote Desktops Services (RDP) von Windows 7, 8.1, 10 und verschiedenen Windows-Server-Versionen. Über den Service können beispielsweise Admins via Fernzugriff PCs verwalten. Wenn RDP aktiv ist und der Computer aus dem Internet erreichbar ist, sollte man zügig die Patches installieren.

Andernfalls könnten Angreifer mit vergleichsweise wenig Aufwand Schadcode auf verwundbare Computer schieben und ausführen. Das klappt durch das alleinige Versenden von speziell präparierten RDP-Paketen, erläutert Microsoft in einer Warnung. Ein Angreifer muss für einen erfolgreichen Angriff nicht angemeldet sein und ist nicht auf die Mithilfe eines Opfer angewiesen. Klappt eine Attacke, könnte sich ein Trojaner wurmartig verbreiten und so über das Netzwerk mehrere Computer befallen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es aber keine Hinweise auf aktive Angriffe.

Microsoft kämpft seit einiger Zeit gegen RDP-Lücken in Windows. Generell gilt, dass man Fernwartungsservices und die Erreichbarkeit von Computern über das Internet nur nutzen sollte, wenn es wirklich nicht anders geht. Ansonsten deaktiviert man solche Funktionen lieber, um die Angriffsfläche zu verkleinern.

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