22.11.2018
"Sprachspion" Alexa ist nun auch für Windows erhältlich
Für viele Nutzer sind intelligente Sprachassistenten wie Alexa (amazon), Google oder Siri (Apple) nicht mehr aus dem Alltag weg zu denken. Es ist schon sehr praktisch, einfach per Sprache das Radio einzuschalten oder einen Anruf oder eine Bestellung auszulösen. Und nun gibt es für Windows 10 eine App, mit der sich Alexa auch ohne die spezielle Amazon-Hardware nutzen lässt (mehr dazu auf heise.de). Scheinbar verspricht sich Amazon mit diesem Schritt eine Konkurenz zum bereits vorhandenen Sprachassistenten von Microsoft (Cortana) zu etablieren.
Die Bequemlichkeit bereitet den Weg für eine Technologie, die sehr kritisch zu betrachten ist. Denn zahlreiche Presseberichte erzählen regelmäßig von allerlei Verfehlungen, von Lücken und fragwürdigem Abhörverhalten der Systeme und deren Manipulierbarkeit. Neben diesen Vorfällen und Erkenntnissen gibt es auch noch den unbekannten Faktor der großen Datensammler, wie Google oder Amazon. Wie gehen jene mit den gesammelten Daten um, wie werden die Daten verwendet und ausgewertet? Hier gibt es von den Betreibern keinerlei Transparanz, nur die Aussagen, dass lediglich das Aktivierungswort die Sprachassistenten aktivieren soll. Leider falsch! NDR.de berichtet über gesprochene Sätze, die nachweislich ohne Aktivierungswort aufgezeichnet wurden.
Ebenso ist die bereits genannte Manipulierbarkeit ein Unsicherheitsfaktor. Durch eine Live-Sendung im Fernsehen löste ein Moderator eine eine Massenbestellung bei amazon aus (mehr dazu heise.de). Soetwas hört sich im ersten Moment lustig an, legt aber die Angreifbarkeit allein durch akkustische Manipulationen offen. Einen vertiefenden Artikel dazu gibt es auf Handelsblatt.de
Andererseits wird den Sprachassistenten eine große Zukunft voraus gesagt, vorallem bei Unternehmen aus dem IoT Beriech. Davon berichtet unter anderem springerprofessional.de. Wann genau Unternehmen die verschiedenen Sprachassistenten für eigene Zwecke nutzen können, ist noch nicht ganz klar. Hoffentlich werden bis zur Markreife die noch vorhandenen Kinderkrankheiten und sicherheitstechnisch bedenklichen Praktiken beseitigt.
Egal ob marktreif oder nicht, die Aprachassistenten lernen jeden Tag mehr über verschiedenen Nutzerverhalten und breiten sich neben Cortana nun auch mit Alexa in der Windows Welt weiter aus.